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„Rentenhöhe sollte nicht überschätzt werden“

Vorstandsvorsitzender warnt vor Altersarmut

Datum: 20.01.2010

Rund 950 Euro pro Monat. So hoch ist die durchschnittliche Altersrente von Menschen, die 35 Jahre und länger in die gesetzlichen Rentenversicherung eingezahlt haben. Hierauf hat jetzt Horst Fricke hingewiesen. Als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover reagiert er damit auf die aktuelle Diskussion um die DIW-Studie zur Vermögensverteilung in Deutschland. „Die dort genannten Zahlen könnten dazu führen, dass die tatsächliche Höhe der gesetzlichen Renten überschätzt wird“, sagt Fricke.

So bekomme der Standardrentner derzeit 1224 Euro pro Monat. „Dafür hat er 45 Jahre lang immer genauso viel verdient, wie der Durchschnitt aller Beschäftigten, und regelmäßig Beiträge eingezahlt.“ Der Durchschnittsbetrag aller Renten liegt bei knapp 700 Euro. Nur etwas mehr als elf Prozent der Rentner bekommen 1500 Euro und mehr an Rente, so Fricke.

Der Vorstandsvorsitzende erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es jetzt darum gehen müsse, künftige Altersarmut zu verhindern. Eine Zunahme gering entlohnter Beschäftigung, unfreiwillige Selbstständigkeit mit niedrigen Einkommen sowie steigende Arbeitslosigkeitszeiten mit ungünstiger Anrechnung hätten bereits Spuren bei den Rentenanwartschaften künftiger Rentner hinterlassen. „Der Gesetzgeber sollte hier unbedingt rechtzeitig gegensteuern“, so Horst Fricke. „Die gesetzliche Rente muss auch in Zukunft die verlässliche Basis der Altersversorgung in Deutschland bleiben!“