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Soziale (SINUS-)Milieus und psychische Erkrankungen: Perspektiven und Verlauf von PatientInnen in der psychosomatischen Rehabilitation

Prof. Markus Bassler, Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung, Hochschule Nordhausen
Prof. Volker Köllner, Rehazentrum Seehof, Teltow

Hintergrund und Untersuchungsziel

Ziel der Studie, ist zu untersuchen, inwieweit die Zugehörigkeit zu bestimmten soziokulturellen Milieus („Lebenswelten“) das subjektive Krankheitsempfinden, den Verlauf und den Behandlungserfolg psychischer Erkrankungen in der psychosomatischen Rehabilitation der beiden Einrichtungen Rehazentrum Seehof und Rehazentrum Oberharz beeinflusst. Dies soll anhand der sozialen SINUS-Milieus ermittelt werden. Es werden folgende Fragestellungen genannt:

  • Welche sozialen SINUS-Milieus sind in den zwei Reha-Zentren vertreten? (inkl. Vergleich mit Gesamtbevölkerung)
  • Hat die SINUS-Milieu-Verortung einen Einfluss auf den symptombezogenen Therapie-Erfolg, das sozialmedizinische Outcome, das heißt auf die sozialmedizinische Prognose?
  • Unterscheiden sich die PatientInnen der verschiedenen sozialen SINUS-Milieus hinsichtlich ihres Zugangsweges zur psychosomatischen Rehabilitation im Sinne einer freiwilligen bzw. nicht freiwilligen Inanspruchnahme, ihrer Reha-Motivation, ihrer Verhaltens- und Erlebensweisen bei der Arbeit und ihrer Zufriedenheit nach Abschluss der Rehabilitation?


Ein weiteres Ziel ist, zu untersuchen, ob die aktuellen leitlinienorientierten Reha-Angebote tatsächlich für alle Patienten angemessen sind.

Forschungsdesign und methodische Vorgehensweise

Um unterschiedliche soziale Milieus besser abzubilden, beteiligen sich die oben genannten zwei Kliniken an der Erhebung. Voraussetzung für die Studienteilnahme ist das Vorliegen der Indikation zur psychosomatischen Behandlung. Eingeschlossen werden konsekutiv alle während des Erhebungszeitraumes aufgenommenen PatientInnen. Für beide Kliniken zusammen sollen insgesamt die Daten von je ca. 1.000 RehabilitandInnen erfasst werden mit T0 als Beginn der Reha und T1 als Ende der Reha.
Bei der klinikinternen Ein- und Ausgangsdiagnostik werden routinemäßig zu den Messzeitpunkten T0 und T1 verschiedene Messinstrumente eingesetzt. Für die Studie erfolgt zusätzlich der Einsatz des SINUS-Fragebogens.
Die anonymisierten Daten des SINUS-Fragebogens werden dem SINUS-Institut zur Analyse der SINUS-Milieus® geschickt. Dort werden die Milieu-Verortung vorgenommen und die Häufigkeiten mit den repräsentativen Daten der deutschen (Gesamt-)Bevölkerung abgeglichen. In der Klinik erfolgen ausgehend von den Milieu-Zuordnungen die weiteren statistischen Auswertungen.

Nutzen und Verwendungsmöglichkeit der Forschungsergebnisse

Anhand der statistischen Auswertungen lässt sich ermitteln, inwieweit etwaige Einflüsse des sozialen Milieus ausreichende Berücksichtigung im Reha-Angebot und in der Behandlung finden. Dieses soll der Weiterentwicklung der Rehabilitation dienen.