Deutsche Rentenversicherung

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Sonderzahlung zum Ausgleich von Rentenabschlägen

Sie wissen nicht genau, welche Möglichkeiten diese Sonderzahlung bietet?
Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten dazu.

Für die Beispiele wurde mit Werten aus Januar 2019 gerechnet

Aktuell können Versicherte Abschläge mit einer Sonderzahlung ausgleichen. Dies kann frühestens ab dem Alter von 50 Jahren geschehen. Wie erhalte ich Informationen über die Höhe des Ausgleichsbetrags?

Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen oder eine Altersrente für langjährige Versicherte in Anspruch nehmen möchte, muss für jeden Monat, den er die Rente früher beziehen will, einen Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf nehmen. Diese Abschläge können ab dem 50. Lebensjahr durch Beitragszahlungen ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Eine Auskunft über die Höhe der Beiträge wird auf Antrag vom zuständigen Rentenversicherungsträger erstellt. Die Auskunft enthält folgende Informationen:

  • die voraussichtliche Höhe der Altersrente zum beabsichtigten vorzeitigen Rentenbeginn
  • die Höhe der Rentenminderung sowie
  • die Höhe des Beitrages, der zum Ausgleich der Rentenminderung gezahlt werden könnte.

Rentenminderungen, die bei einer Erwerbsminderungsrente entstehen, können nicht ausgeglichen werden.

Beispiele:
Bei einer Bruttorente von 800 Euro im Monat in den alten Bundesländern und einem Jahr vorzeitigem Rentenbeginn (Rentenminderung 3,6 Prozent oder 28,80 Euro) müsste zum vollen Ausgleich der Rentenminderung ein Betrag von rund 6.749 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Bei 1.000 Euro Rente und zwei Jahren vorzeitigem Rentenbeginn (Minderung 7,2 Prozent oder 72 Euro) sind rund 17.527 Euro aufzuwenden.

Wer bei einer Rente von 1.200 Euro monatlich drei Jahre früher in Rente gehen möchte, kann 130 Euro Rentenminderung (10,8 Prozent) durch rund 32.821 Euro ausgleichen. Wer wissen möchte, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sich eine zusätzliche Zahlung von Beiträgen lohnt, sollte sich von seinem Rentenversicherungsträger individuell beraten lassen.

Was passiert, wenn Sonderzahlungen geleistet wurden - der Betroffene dann doch nicht früher in Rente gehen möchte?

Versicherte, die trotz erfolgter Zahlung von Beiträgen zum Ausgleich von Rentenabschlägen nicht vorzeitig in Rente gehen, erhalten eine entsprechend der gezahlten Beiträge erhöhte Rente. Eine Erstattung der Ausgleichszahlung ist nicht möglich.

Gibt es Zahlen, wie viele Versicherte die Möglichkeit der Sonderzahlung in den vergangenen Jahren genutzt haben?

Die Anzahl der Beitragszahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen 2012 bis 2017:

JahrAnzahl
201711.620
20164.479
20151.499
2014967
20131.271
2012933


Die Daten für 2018 liegen noch nicht vor.