Deutsche Rentenversicherung

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Corona-Krise: Rentenversicherung hilft Selbstständigen

Datum: 02.04.2020

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie treffen Kleinbetriebe und Solo-Selbstständige besonders hart. Die Deutsche Rentenversicherung wird deshalb Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, unterstützen. Ab sofort können Selbstständige auf Antrag ihre Beitragszahlungen bis 31. Oktober 2020 aussetzen. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck hin. Dies gilt ebenfalls für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung in Raten gezahlt werden.

Die Hürden wurden dafür bewusst niedrig gesetzt. Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos melden und eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlung beantragen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Rentenversicherung das Versicherungsverhältnis überprüfen und die Höhe der Beiträge rückwirkend an die tatsächlichen Einkünfte anpassen.

Selbstständige, die ihre Beitragszahlungen aussetzen möchten, erreichen die Deutsche Rentenversicherung derzeit schriftlich, telefonisch oder auf elektronischem Weg. Das kostenfreie Service-Telefon der Rentenversicherung Nord steht unter der Nummer 0800 1000 4800 zur Verfügung. Aktuell ist hier mit einem erhöhten Anrufaufkommen und längeren Wartezeiten zu rechnen. Über die Online-Dienste unter www.deutsche-rentenversicherung.de ist die Rentenversicherung ebenfalls erreichbar.

Corona-Krise: Frist für freiwillige Beiträge verlängert

Datum: 01.04.2020

Wer noch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung für das Jahr 2019 einzahlen will, kann bei der Deutschen Rentenversicherung Nord eine Fristverlängerung beantragen. Eigentlich müssen freiwillige Beiträge spätestens zum 31. März bei der Rentenversicherung eingegangen sein. Doch wenn freiwillig Versicherte aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Schwierigkeiten haben und ihre Beiträge nicht aufbringen konnten, kann die Zahlfrist bis zum 31. Oktober 2020 verlängert werden. "Wir möchten schnell und unbürokratisch helfen", betont die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck. Betroffene sollen sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos melden und eine Fristverlängerung beantragen.

Mit freiwilligen Rentenbeiträgen können Personen, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, ihre spätere Rente erhöhen oder einen eigenen Rentenanspruch erwerben. In Deutschland lebende Personen, die nicht versicherungspflichtig und mindestens 16 Jahre alt sind, können diese freiwillige Versicherung eingehen. Auch Altersvollrentner sind bis zum Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze berechtigt, auf diese Art ihre Rentenzahlung zu erhöhen.

Die Höhe der gezahlten Beiträge kann selbst gewählt werden: Der Mindestbeitrag liegt bei 83,70 Euro pro Monat, der Höchstbeitrag beträgt 1.283,40 Euro. Auch die Anzahl der Monate, für die freiwillige Beiträge gezahlt werden, ist frei wählbar. Freiwillige Beiträge können zudem wichtig sein, um den Versicherungsschutz für eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten. Durch sie können aber auch die Wartezeit für eine Altersrente und die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für Reha-Leistungen erfüllt werden.

Weitere Informationen gibt es am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 48022.

Corona-Hilfe: Hinzuverdienstgrenze für 2020 deutlich erhöht – Saisonarbeit  länger möglich

Datum: 27.03.2020

Durch die Corona-Krise besteht derzeit ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen systemrelevanten Bereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die im jeweiligen Kalenderjahr geltende Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen  Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck hin.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Maßgeblich ist, dass Ihre Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart - zum Beispiel bei Erntehelfern - befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Insbesondere mit Blick auf die Saisonkräfte in der Landwirtschaft werden die Zeitgrenzen befristet ausgeweitet, weil aufgrund der Corona-Pandemie diese voraussichtlich in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung stehen. Bisher betrugen die Grenzen drei Monate oder 70 Arbeitstage.

Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“. Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen gilt für Neu- und Bestandsrentnerinnen und –rentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.