Deutsche Rentenversicherung

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Corona-Hilfe: Hinzuverdienstgrenze für 2020 deutlich erhöht – Saisonarbeit  länger möglich

Datum: 27.03.2020

Durch die Corona-Krise besteht derzeit ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen systemrelevanten Bereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die im jeweiligen Kalenderjahr geltende Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen  Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord in Lübeck hin.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Maßgeblich ist, dass Ihre Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart - zum Beispiel bei Erntehelfern - befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Insbesondere mit Blick auf die Saisonkräfte in der Landwirtschaft werden die Zeitgrenzen befristet ausgeweitet, weil aufgrund der Corona-Pandemie diese voraussichtlich in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung stehen. Bisher betrugen die Grenzen drei Monate oder 70 Arbeitstage.

Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“. Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen gilt für Neu- und Bestandsrentnerinnen und –rentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Rentenversicherung warnt vor Trickbetrügern

Datum: 26.03.2020

Bei der Deutschen Rentenversicherung Nord sind Hinweise auf betrügerische Anrufe bei Versicherten eingegangen. "Leider nutzen Kriminelle die aktuelle Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, um an sensible Daten unserer Versicherten heranzukommen", warnt Sebastian Bollig, Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Nord. Die Person gibt sich dabei am Telefon als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung aus und behauptet, Daten abzugleichen, da Angaben fehlen würden. Die getäuschten Versicherten werden sodann nach persönlichen Daten wie Bankverbindung, Geburtsdatum oder Sozialversicherungsnummer gefragt.

Leider nutzen Kriminelle die aktuelle Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, um an sensible Daten unserer Versicherten heranzukommen.

Sebastian Bollig, Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Nord

Die Deutsche Rentenversicherung Nord warnt eindringlich davor, aufgrund vermeintlicher Anrufe der Rentenversicherung persönliche Daten preiszugeben, zu bestätigen oder sogar Verträge telefonisch abzuschließen. Insbesondere Anrufe mit unterdrückter Telefonnummer sind verdächtig. Zwar finden vereinbarte Beratungsgespräche wegen der Corona-Pandemie derzeit überwiegend telefonisch statt, doch melden sich die Beraterinnen und Berater des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers in der Regel nicht unaufgefordert. Sensible Informationen wie Bankverbindungen werden in solchen Gesprächen nicht abgefragt. Im Zweifel sollten sich Versicherte die Telefonnummer der Beratungsstelle geben lassen, um sich die Identität der Anrufer bestätigen zu lassen.

Der Flyer "Vorsicht Trickbetrüger" der Deutschen Rentenversicherung erklärt die häufigsten Maschen der Betrüger und informiert, wo Kunden im Falle eines Falles Hilfe bekommen. Allen Ratsuchenden steht das kostenlose Servicetelefon unter der Rufnummer 0800 1000 480 22 zur Verfügung.

Wie wirkt sich Kurzarbeit auf die spätere Rente aus?

Datum: 25.03.2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie melden viele Unternehmen für ihre Beschäftigten verstärkt Kurzarbeit an. Diese wirkt sich nicht nur auf den ausgezahlten Lohn, sondern auch auf die Höhe der späteren Rente aus. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Nord hin.

Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld beziehen, sind weiterhin in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Die Sozialversicherungsbeiträge werden während der Kurzarbeit auf der Basis des tatsächlich gezahlten - reduzierten - Verdienstes eines Beschäftigten abgeführt. Gezahlt werden die Beiträge gemeinsam vom Versicherten und dem Arbeitgeber. Allerdings muss der Arbeitgeber die Beiträge aufstocken. Hierfür wird ein zusätzliches fiktives Arbeitsentgelt in Höhe von 80 Prozent des Verdienstes, das wegen Kurzarbeit ausgefallen ist, zu Grunde gelegt. Diesen Zusatzbeitrag muss der Arbeitgeber voll zahlen. Dadurch wird die negative Wirkung von Kurzarbeit auf die spätere Rente deutlich abgemildert.

Welche Auswirkungen Kurzarbeit auf die Rente hat, macht das folgende Beispiel deutlich: Eine Arbeitnehmerin hatte bisher einen monatlichen Verdienst in Höhe von 3.000 Euro brutto. Während der Kurzarbeit reduziert sich ihr Verdienst auf ein Viertel - also 750 Euro brutto monatlich. Berechnet werden die Rentenversicherungsbeiträge daraus wie folgt: 750 Euro + 80% x 2.250 Euro (fiktiver Anteil) = 2.550 Euro. Von diesen errechneten 2.550 Euro werden Beiträge in Höhe von 18,6 Prozent abgeführt.

In diesem Beispiel werden trotz 75 Prozent Lohnausfall, nur 15 Prozent weniger Beiträge an die Rentenversicherung gezahlt - mit entsprechenden Rentenansprüchen.

Durch das Aufstocken des Arbeitgeberanteils werden somit selbst bei Kurzarbeit Null - also wenn gar kein regulärer Lohn mehr gezahlt wird - immer noch 80 Prozent der bisherigen Beiträge gezahlt. Dies unterstreicht die Bedeutung der gesetzlichen Rentenversicherung für die Altersvorsorge gerade in Krisenzeiten.