Deutsche Rentenversicherung

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Hintergrundinformation: Das Pilotprojekt: "Leistungsklassifikation in der beruflichen Rehabilitation (LBR)"

Welche Leistungen erhalten die Rehabilitanden der Deutschen Rentenversicherung während einer beruflichen Bildungsmaßnahme? Unterscheiden sich die Reha-Einrichtungen dabei? Inwieweit werden Konzepte, wie Individualisierung und Flexibilisierung, in den beruflichen Bildungseinrichtungen umgesetzt? Um diese Fragen zu beantworten, hat die DRV Bund im Sommer 2010 ein Projekt mit wissenschaftlicher Unterstützung gestartet. Ziel war es, für die beruflichen Bildungseinrichtungen eine Klassifikation zu entwickeln, mit deren Hilfe die einzelnen Leistungen der durchführenden Berufsgruppen rehabilitandenbezogen dokumentiert werden können.

In einem ersten Schritt wurde die Leistungsklassifikation mit wissenschaftlicher Unterstützung durch die Charité Berlin konzipiert und getestet (Entwicklungsprojekt). In einem zweiten Schritt wurde die Klassifikation pilotiert und weiterentwickelt (Pilotprojekt).

Entwicklungsprojekt

Zuerst wurde der Geltungsbereich der LBR definiert und eine internationale Literaturrecherche bezüglich bereits bestehender Leistungsklassifikationen und -dokumentationen für die berufliche Rehabilitation durchgeführt. Danach erfolgte eine Bestandsaufnahme von beruflichen Bildungsleistungen ausgewählter Leistungserbringer und der RV-Träger sowie eine Internetrecherche, die in einem Klassifikationsentwurf zusammengefasst wurden. Mehrere Befragungen und Workshops konnten die Akzeptanz und Praktikabilität erhöhen und zu einer Verbesserung des Klassifikationsentwurfes beitragen.

Die modifizierte Klassifikation wurde in einem nächsten Schritt (Testphase) in verschiedenen Bildungseinrichtungen auf Praxistauglichkeit, Handhabbarkeit und Vollständigkeit getestet. Die in der Testphase vorgenommenen Codierversuche sowie die von den Bildungseinrichtungen angefertigten Abschlussberichte wurden ausgewertet und in die Überarbeitung einbezogen.

Mit den Testeinrichtungen sowie einer Werkstatt für behinderte Menschen fand 2013 ein Workshop zum Abschluss des LBR-Entwicklungsprojekts statt. Den 28 Teilnehmern wurde der Verlauf des LBR-Entwicklungsprojekts und die LBR-Pilotversion vorgestellt. Dabei wurden die Ergebnisse der Testphase den Änderungen in der Pilotversion gegenübergestellt. Zur besseren Verständlichkeit und Akzeptanz wurde den Teilnehmern die größte konzeptionelle Änderung beim Kapitel – Leistungen zur Fachkompetenz ausführlich dargelegt. Von den Teilnehmern gab es bezüglich der LBR-Pilotversion eine positive Resonanz.

Pilotprojekt

An der 18-monatigen Pilotphase der Leistungsklassifikation in der beruflichen Rehabilitation waren 30 Einrichtungen der beruflichen Bildung beteiligt. Es handelte sich um Berufsförderungswerke, Berufliche Trainingszentren und sonstige Bildungseinrichtungen.

Von Februar bis August 2014 haben die beteiligten Piloteinrichtungen Leistungen für unterschiedliche Maßnahmearten mittels der LBR codiert. Insgesamt wurden 1.077 Rehabilitationsmaßnahmen berücksichtigt. Am Ende lagen 39.533 Datensätze mit dokumentierten Leistungen, 30 Einrichtungsberichte sowie zusätzliche Schreiben und Stellungnahmen zur Auswertung vor.

 

Die Ergebnisse der Auswertung wurden in einen Diskussions- und Überarbeitungskatalog zusammengeführt und bildeten die Grundlage für die anschließende Weiterentwicklung der LBR.

Technisch wurde die Dokumentation wurde von den Bildungseinrichtungen auf unterschiedliche Art und Weise realisiert. Teilweise wurde mit Excel-Tabellen gearbeitet. Zwei Einrichtungen haben Leistungsdokumentation allerdings bereits mit ihrem internen Dokumentationssystem verknüpft. Welche Lösung letztlich am besten geeignet ist, hängt von den spezifischen Gegebenheiten der Einrichtung ab. Die interne Koordination und Abstimmung der Dokumentation erwies sich dabei im Zuge des Pilotprojekts als ein wichtiges Thema.

Der Abschlussbericht zum Pilotprojekt steht zum Download bereit.  

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